Aktuelle Nachrichten zur energetischen Modernisierung
Wohnraum schaffen mit Holz
Einfamilienhäuser aus der Zeit vor 1980 sind heute häufig nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Bei älteren oder unsanierten Häusern kann die Energiebilanz von heutigen energetischen Anforderungen abweichen. Auch Raumaufteilung und Wohnkomfort entsprechen häufig nicht mehr den Anforderungen, die man heute an das Wohnumfeld stellt. Wer bereit ist, ein kleines Stück seines Gartens zu nutzen, kann – abhängig von Planung, Genehmigung und Ausführung – zusätzlichen Wohnraum nach Maß durch einen neuen Anbau schaffen.
Anbau aus Holz
Viele Hausbesitzer bevorzugen einen Anbau aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Dafür sprechen unter anderem der nachwachsende Rohstoff Holz und die Möglichkeit, Kohlenstoff während der Nutzungsdauer im Bauprodukt zu speichern. Wenn ein Baum wächst, entzieht er der Atmosphäre während des biochemischen Prozesses der Photosynthese CO2, bindet den Kohlenstoff (C) im Holz und gibt den Sauerstoff (O2) in die Atmosphäre ab. Ein Kubikmeter Holz kann, abhängig von Alter, Holzart, Dichte und Feuchtegehalt den Kohlenstoffanteil bis zu einer Tonne CO2 aus der Atmosphäre entziehen. Wird das Holz am Ende seines Lebenszyklus verbrannt, wird der im Holz gebundene Kohlenstoff freigesetzt und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Atmosphäre zu CO2.
Hoher Vorfertigungsgrad im Zimmereibetrieb
In der Regel muss als Basis für einen Hausanbau lediglich eine Bodenplatte gegossen werden, auf eine zusätzliche Unterkellerung verzichten viele Bauherren. Die Wand- und Dachbauteile werden im Zimmereibetrieb nach den
Plänen des Architekten weitgehend vorgefertigt. Für die Endmontage auf der Baustelle fallen dann nur noch ein paar Tage an. Neben seinem "klassischen" Werkzeug nutzt der Zimmermeister heute modernste computergesteuerte Fertigungsmethoden, mit denen sich alle Bauteile millimetergenau herstellen lassen. Auch Wandöffnungen und Installationen lassen sich weitgehend vorfertigen. So muss etwa der Elektriker seine Kabel nur noch in vorinstallierte Elektroleerrohre einziehen. Zur Dämmung eignen sich beispielsweise Zellulosefasern aus Recycling-Zeitungspapier, die direkt auf der Baustelle in die hohlen Wände eingeblasen werden und so eine lückenlose Dämmschicht auch an den Anschlüssen der Bauteile herstellen. Für den Holzanbau spricht auch auch die schnelle Bauzeit vor Ort. Wer lieber mit Holz dämmen möchte, kann die Wärmedämmung auch mit Holzweichfaserplatten herstellen.

